Medienmitteilung vom 7. August 2017

Die Undermülistrasse im Abschnitt Zürcherstrasse bis Undermülistrasse 25 (Kläranlage ARA Fehraltorf-Russikon) ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Vor allem im Bereich zwi­schen der Zürcherstrasse und dem Wildbach hat sich in den letzten Jahren der gewässer­seitige Strassenrand gesenkt und droht weiter abzurutschen. Des Weiteren ist die Kempt in diesem Abschnitt noch nicht hochwassersicher ausgebaut und weist aus ökologischer und landschaftlicher Sicht Defizite auf. Die zwei Projekte wurden zum Anlass genommen, durch eine Verschmälerung der Undermülistrasse dem Gewässer zusätzlichen Raum zu geben und diesen zur Vergrösserung der Abflusskapazität zu nutzen. Das Amt für Abfall, Wasser, Ener­gie und Luft AWEL des Kantons Zürich hat ein Projekt zur Erarbeitung des Hochwasser- und Revitalisierungsprojektes Kempt in Auftrag gegeben. Das Projekt "Hochwasserschutz und Revitalisierung Kempt", welches auch den Landerwerb durch den Kanton beinhaltet, lag vom 6. März bis 5. April 2017 beim Bauamt Fehraltorf öffentlich auf. Die Planauflage für die Festsetzung des Gewässerraums erfolgte zwischen dem 19. Mai und dem 19. Juni 2017. Zeitgleich mit der Sanierung der Undermülistrasse beabsichtigt das Tiefbauamt Kanton Zürich, den Fussgängerstreifen an der Zürcherstrasse, Höhe Luppmenweg, mit einer Fuss­gängerschutzinsel zu sichern. Das Projekt wird in einem separaten Verfahren festgesetzt. Gemäss Kostenvoranschlag ist für die Sanierung der Undermülistrasse (Strassensanierung und öffentliche Beleuchtung) mit gesamten Aufwendungen im Betrag von
CHF 420'000.00, inkl. MwSt., zu rechnen. Die Aufwendungen für die Strassensanierung teilen sich in gebun­dene und nicht gebundene Aufwendungen auf. Als nicht gebundene Ausgaben gelten die Anpassungen am südwestlichen Strassenrand, an welchem die Randabschlüsse durch ein Bankett ersetzt werden. Die Aufwendungen für diese Arbeiten betragen ca. CHF 30'000.00, inkl. MwSt. Weitere budgetierte Teilprojekte sind die Sanierung der Sied­lungsentwässerungsanlagen und die Sanierung/Anpassung der Wasserversorgungsleitung. Weitere Arbeiten erfolgen durch den Zweckverband ARA Fehraltorf-Russikon, welcher im Zuge des Projektes einen neuen Zulaufschieber erstellt und die Verbandsleitungen saniert. Aufgrund einer Einsprache gegen die Festlegung des Gewässerraums der Kempt kann die­ser nicht festgesetzt werden. Somit kann das Projekt "Hochwasserschutz Kempt" durch den Kanton noch nicht ausgeführt werden. Der Gemeinderat bewilligt den erforderlichen Ge­samtkredit im Betrag von CHF 531'000.00, inkl. MwSt., für die diversen anfallenden Arbei­ten.
 
Neuer Gestaltungsplan "Dorfkern"
 
Am 9. Juni 2013 haben die Stimmberechtigten den heute gültigen öffentlichen Gestal­tungsplan "Dorfkern (Änderung)" an der Urnenabstimmung genehmigt. Die Änderungen erfolgten aufgrund angepasster Nutzungen wie Läden und öffentliche Institutionen im Ge­staltungsplanperimeter. Teile des Perimeters liegen im Gebiet einer zweiten Etappe, wel­che damals noch nicht festgesetzt wurden. Innerhalb des Gestaltungsplangebietes und auf der Basis des Gestaltungsplans "Dorfkern (Änderung)" sind in den letzten Jahren folgende Bauvorhaben realisiert worden:

-    Um- und Neugestaltung Spielplatz
-    Kirchliches Gemeindezentrum "Chilegass"
-    Ersatzneubau am Hechtplatz
-    Umbau und Renovation Gasthof Hecht.

Zudem hat die Gemeinde Fehraltorf in der Zwischenzeit die Bau- und Zonenordnung revi­diert. Damit wurden die Voraussetzungen für Um- und Neubauten im Zentrumsgebiet und letztlich auch die Grundlage des Gestaltungsplanes wesentlich verändert. Mit der vorlie­genden Revision wird folgenden Bedürfnissen Rechnung getragen:

-    Erstellung der Alterswohnungen gemäss den Anforderungen der aktuell gültigen Bau- und Zonenordnung
-    Genehmigen der 2. Etappe und somit Planungssicherheit für die entsprechenden Grund­stückseigentümer im Falle einer Entwicklung ihres Grundstücks
-    Zeitgemässe Richtlinien für die Grundstücke entlang des Chnüpferwegs
-    Nutzungsvorgaben für den Quartierplanperimeter, welche auch kleinere Verkaufslokale zulassen.

Im Grundsatz ermöglicht die Revision des Gestaltungsplanes die Umsetzung der Ziele, wel­che mit der Revision der Bau- und Zonenordnung für die Kernzone verfolgt wurden. Der Gestaltungsplan wird der nächsten Gemeindeversammlung zur Genehmigung vorgelegt.
 
Neue Siedlungsentwässerungsverordnung
 
Der Gemeinderat ist das Aufsichtsorgan über die Siedlungsentwässerung innerhalb des Gemeindegebietes. Die Siedlungsentwässerungsverordnung (SEVO) bildet dabei die Rechtsgrundlage für die Rechte und Pflichten der privaten Kanalisationseigentümer sowie für die Gemeinde. Die aktuell gültige Siedlungsentwässerungsverordnung wurde durch die Gemeindeversammlung am 18. September 2006 festgesetzt. Seit Inkrafttreten der neuen Bau- und Zonenordnung im Jahr 2013 sind jedoch die Bemessungsgrundlagen für die mengenunabhängigen Gebühren (flächengewichtete Gebühr) nicht mehr übereinstim­mend. Des Weiteren sollen für Gebäudesanierungen und -modernisierungen zukünftig keine Anschlussgebühren mehr fällig werden. Dieses Prinzip wurde auch im neuen Regle­ment der Wasserversorgung angewendet. Mit dem Ausbau der Biologie und dem Neubau der Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen der ARA Fehraltorf-Rus­sikon stehen zudem zulasten der Spezialfinanzierung "Siedlungsentwässerung" sehr hohe Investitionen an. Die neue SEVO bildet auch die Grundlage, für Grosseinleiter, welche hohe Kosten innerhalb der Abwasserreinigung verursachen, höhere Gebühren zu verrech­nen. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 4. September 2017, der neuen Siedlungsentwässerungsverordnung zuzustimmen.
 
Amphibienschutz
 
Bei der Sanierung der Wermatswilerstrasse im Bereich des Parkplatzes Hungerseeli bis zur Gemeindegrenze wurden für den Schutz der Amphibien drei Amphibientunnels erstellt. Die kantonale Fachstelle für Naturschutz teilte dem Gemeinderat im Herbst 2016 mit, dass die getroffenen Massnahmen für diese Zugstelle von nationaler Bedeutung noch keinen be­friedigenden Schutz für die Tiere darstellen und die Baudirektion deshalb eine Erweiterung der Anlage in Betracht zieht. Die bestehenden drei Amphibientunnels sollen mit drei zu­sätzlichen Tunnels ergänzt werden und strassenparallel soll beidseitig ein Leitwerk entstehen. Dies soll den Amphibien ermöglichen, sowohl auf der Wanderung zu den Laichgewässern im Hungerseeli als auch bei der Rückwanderung in die Sommerlebensräume gefahrlos die Wermatswilerstrasse zu überqueren. Durch die fixe Anlage entfällt das jährliche Aufstellen und Abbrechen von mobilen Zäunen entlang der Strasse und vor allem wird das gefährliche Transportieren der Tiere über die Strasse durch Freiwillige nicht mehr nötig sein. Die Ge­meinde als Bauherrin muss das Bauprojekt erstellen und ist für die Bauleitung verantwort­lich. Der Unterhalt der fertigen Anlage obliegt später ebenfalls der Gemeinde. Die Kosten für die Erstellung der zusätzlichen Anlagen im Betrag zwischen CHF 170'000.00 und CHF 280'000.00 werden vom Kanton übernommen. Unter Vorbehalt der Zustimmung durch die Baudirektion für das Gesamtprojekt bewilligt der Gemeinderat den erforderlichen Kredit für die Ingenieurdienstleistungen im Betrag von CHF 28'000.00, inkl. MwSt., welchen die Gemeinde übernehmen muss. Mit diesen Massnahmen kann dieses Schutzgebiet von nationaler Bedeutung gestärkt werden.


Baubewilligung

Der Gemeinderat erteilte folgende baurechtliche Bewilligungen unter Bedingungen und Auf­lagen an: 
  • Muggler Rolf, Im Berg 8, 8320 Fehraltorf; Neubau Mehrfamilienhaus mit Unterniveau-garage, Abbruch Gebäude Vers.-Nrn. 189 und 583 sowie Teilabbruch Gebäude Vers.-Nr. 194 und Ersatzneubauten, Grundstücke Im Berg bzw. Kempttalstrasse 15 und 17.
  • Weber Roland, Russikerstrasse 49, 8320 Fehraltorf; Anbau eines Geräteraumes (Unterter­rain), Russikerstrasse 49.
  • Wenger-Salzgeber Adrian und Réanne, Mülistrasse 3, 8320 Fehraltorf; Abbruch bestehen­des Einfamilienhaus und Neubau Wohnhaus mit vier Wohneinheiten und ei­ner Unterniveaugarage, Zelglistrasse 47.

Zudem hat der Gemeinderat …

  • nach der Wahl von Verena Hubmann in den Gemeinderat die Ersatzwahl für ein neues Mitglied der Sozialbehörde angeordnet.
  • diverse Änderungen beim Elternbeitragsreglement und bei den Ausführungsbestimmun­gen zur KITA-Verordnung vorgenommen. Unter anderem wird die Subventionsgrenze des massgebenden Gesamteinkommens von CHF 120'000.00 auf 100'000.00 steuerbares Einkommen gesenkt.
  • einen Kredit im Betrag von CHF 30'000.00, inkl. MwSt., für die Ermittlung der Sanie­rungsmassnahmen für das Gebäude Alterswohnungen Linde bewilligt. Der Auftrag wird an das Architekturbüro Jegge Mohn & Partner, Fehraltorf, vergeben.
  • einen Kredit im Betrag von CHF 15'000.00, inkl. MwSt., für die Projektbegleitung der Innengestaltung Kreisel Kempttalstrasse/Zürcherstrasse bewilligt. Der Auftrag wird an die Firma Merlin Gärten, Fehraltorf, vergeben. Zur Ausführung gelangt der Vorschlag D, Flieger, welcher bei der Bevölkerungsabstimmung von abgegebenen 1'298 Stim­men 745 Stimmen erhielt.
  • einen Kredit im Betrag von CHF 18'000.00, inkl. MwSt., für den Family Day vom Sonn­tag, 12. November 2017, bewilligt. Der Auftrag für die Organisation des Anlasses wurde an die Firma TIT-PIT GmbH, Fehraltorf, vergeben. Unter anderem werden auch
    Kliby und Caroline an diesem Anlass zu sehen sein.
  • einen Kredit im Betrag von CHF 405'000.00, exkl. MwSt., für die Wasserleitungssanie­rung Neugrundstrasse bewilligt.
  • Die Abrechnung über die Sanierung der Luppmenstrasse im Betrag von
    CHF 211'588.40, inkl. MwSt., genehmigt (Kredit CHF 190'000.00, inkl. MwSt.) und den Nachtragskredit von CHF 21'588.40 bewilligt. Die Mehrausgaben entstanden wegen des zeitlich ver­schobenen Einbaus des Deckbelages.
  • die Abrechnung über die Kalibererweiterung der Mischwasserkanalisation Haldenstrasse im Betrag von CHF 148'335.14, exkl. MwSt., genehmigt (Kredit CHF 210'000.00, exkl. MwSt.). Durch die zeitgleiche Ausführung mit dem Strassenprojekt "Sanierung und Umgestaltung der Grund-/Hintere Grund-/Haldenstrasse" konnten Sy­nergien genutzt werden.
  • von den erfolgreichen Lehrabschlüssen von Yannick Karrer, Kaufmann, sowie Silvan Fontana und Dennis Laezza als Fachmann Betriebsunterhalt im Werkdienst / Liegenschaftenbereich Kenntnis genommen.
  • von der Anstellung von Hamid Turkmani, wohnhaft in Fehraltorf, per 1. Juni 2017 als Mitarbeiter im Asylwesen Kenntnis genommen. Weiter beginnt Ivo Schmucki, wohnhaft in Frauenfeld,  seine Anstellung als stv. Bereichsleiter Werke per 1. September 2017.
  • von der Geschwindigkeitskontrolle der Kantonspolizei vom 7. Juli 2017, 12.53 bis 15.01 Uhr, an der Kempttalstrasse Kenntnis genommen (signalisierte Höchstge­schwin­digkeit: 50 km/h; Anzahl Fahrzeuge: 1037; Anzahl Übertretungen: 108, gemessene Höchstgeschwindigkeit: 74 km/h!).