Interview mit dem Liegenschaftenvorstand

Die Schule Fehraltorf braucht auf den Sommer 2017 dringend zusätzliche Schulräume. Als ideale Lösung schlägt der Gemeinderat den Bau eines Schulhausmodulbaus vor. Einen Kredit von 3.4 Millionen Franken beantragt der Gemeinderat für den Bau des neuen Schulhausmodulbaus. Über diesen Kredit entscheidet die Bevölkerung am 5. Juni 2016 an der Urne. Liegenschaftenvorstand Anton Muff ist vom Projekt überzeugt.
 

Fehraltörfler: Anton Muff – wieso hat sich die Gemeinde Fehraltorf entschieden, einen Kredit für den Bau eines Schulhausmodulbaus zu beantragen?
AM: Die Schule braucht spätestens auf den Sommer 2017 zusätzliche Schulräume. Bereits auf das neue Schuljahr 2016/17 hin werden alle Raumreserven ausgeschöpft sein. Die Schülerzahlen werden aber weiter wachsen. Der Schulhausmodulbau ermöglicht kurzfristig eine sehr gute Lösung, um den dringenden Bedarf an zusätzlichen Schulräumen zu decken.
 
Fehraltörfler: Was unterscheidet einen Schulhausmodulbau von einem Massivbau?
AM: Der Schulhausmodulbau ist für eine Zeit von 10 bis 30 Jahren gedacht. Ein Massivbau aus Stein und Beton wird demgegenüber für die Ewigkeit gebaut. Wir stellen den Schulkindern und den Lehrpersonen somit gute Räume zu Verfügung, ermöglichen es unseren Nachfolgern in der Schulpflege und im Gemeinderat aber gleichzeitig, der in 10 bis 30 Jahren vorherrschenden Situation adäquat Rechnung tragen zu können. Langfristige Prognosen können zwangsläufig nur mit einer gewissen Unschärfe gemacht werden. Es ist deshalb wichtig, dass unsere Nachfolger in den Behörden einen adäquaten Handlungsspielraum behalten.

Fehraltörfler: Seitens Gemeinde spricht man konsequent vom Schulhausmodulbau und meidet das Wort „Provisorium“. Weshalb?
AM: Weil es kein Provisorium ist. Der Schulhausmodulbau zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus. Es ist ein massiver Holzbau, vergleichbar mit dem Gebäude der Kita, das sich seit 3 Jahren bestens bewährt. Wir setzen an unsere Bauten hohe Ansprüche. Fehraltorf hat im Dokument "Interne Wegleitung des Gebäudestandards für kommunale Bauten" festgelegt, dass für Neubauten eine energetisch und ökologisch zeitgemässe Bauweise für Neubauten anzuwenden sei. Das gilt auch für den Schulhausmodulbau. Deshalb wird er mit einer nach Minergiestandard gedämmten Gebäudehülle und mit einer mechanischen Lüftung erstellt. Zudem wird bei den Baumaterialien der Minergie-ECO-Standard angestrebt. Auch wird das Raumklima sehr angenehm sein, weil es sich um einen Holzbau handelt.
 
Fehraltörfler: Die Gemeinde verweist ebenfalls auf die hohe Flexibilität, die der Schulhausmodulbau schaffe. Welche Aspekte sind hier besonders zu beachten?
AM: Verschiedene Gebäude wie die Mehrzweckhalle Heiget samt Schwimmbad, das Sekundarschulhaus oder das Vario weisen kurz-, mittel- und langfristig einen markanten Erneuerungs- und Sanierungsbedarf auf. Die Schule wird in den nächsten Jahren immer wieder Lösungen finden müssen, wie sie ihren Betrieb trotz diverses Erneuerungen und Sanierungen aufrecht halten kann. Das gelingt dank dem neuen Schulhausmodulbau, der durch den zusätzlichen Raum auch als Rochadenfläche dienen wird.

Fehraltörfler: In der Weisung zur Urnenabstimmung sprechen Sie davon, dass der Schulhausmodulbau später auch für andere Zwecke eingesetzt werden kann, sofern die Schule ihn nicht mehr benötigt. An was denken Sie?
AM: Wie ich bereits ausgeführt habe, sind langfristige Prognosen nicht präzise. Wir wissen heute noch nicht, wie sich die Schülerzahlen in 10 oder 20 Jahren entwickeln. Unter Umständen sinken sie wieder und dann kann der Schulhausmodulbau einem anderen Zweck zugeführt werden. Da es sich um einen hochwertigen Bau handelt, dürften diverse andere Schulen oder schulähnliche Einrichtungen (Krippen, Hochschulen etc.) Interesse daran haben. Ich bin überzeugt, dass wir sehr schnell Interessenten für den Bau hätten.

Fehraltörfler: Zusammengefasst: Was sind für sie die grössten Stärken des Schulhausmodulbaus?
AM: Für mich stehen drei Stärken im Vordergrund:
 
  • Seine Flexibilität – er bietet der Schule auf Jahre hinaus den dringend notwendigen Schulraum und eine hohe Flexibilität, um die künftigen Erneuerungs- und Sanierungsarbeiten ohne negative Auswirkungen auf den Schulbetrieb angehen zu können.
  • Seine kurze Bauzeit: Der Schulhausmodulbau kann  in hoher Qualität innert sehr kurzer Zeit erstellt werden. Die Schule leidet nicht lange unter einer Baustelle!
  • Seine tiefen Kosten: Wir haben uns bewusst für ein Standardprodukt entschieden. So erhalten wir für 3,4 Mio Franken ein vollwertiges Schulhaus mitsamt allen Einrichtungen.

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