Medienmitteilung vom 18. Februar 2010

Eigene Kommission für Energiefragen 

 
We – Der Gemeinderat setzt eine Kommission für Energiefragen ein, welche unter anderem auch das Aktivitätenprogramm "Energiestadt" begleiten wird. Wegen verschiedener neuer Erkenntnisse und Rahmenbedingungen muss die Entwässerungsplanung überarbeitet werden.
 
Im Herbst 2008 hat der Gemeinderat entschieden, sich des Themas Energie stärker an­zunehmen und die momentane Situation nicht nur punktuell, sondern umfassender zu prüfen. Dabei wurde auch festgelegt, dass dies mit den weit verbreiteten und gut er­probten Instrumenten des Labels "Energiestadt" geschehen sollte. Fehraltorf möchte mit dem Energiestadtlabel eine bewusste Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik in Gang setzen und die Bevölkerung für diese Themen stärker sensibilisieren. Die Ge­meinde möchte das Label auch als wichti­gen Punkt im Standortwettbewerb einsetzen. In Fehraltorf war und ist Energie immer wieder ein Thema. Einzelne Projekte, wie zum Beispiel Wärmebildaufnahmen von Häusern, wurden bereits realisiert. Mit der Bildung einer Energiekommission soll die Umsetzung der energiestadtre­levanten Themenkreise des gemeindeeigenen Leitbildes sowie die Förderung einer umweltschonenden Energie- und Wasserversorgung bzw. -nutzung ge­währleistet werden. Ihre Aufgaben sind in erster Linie strategisch. Die Energiekommission ist aber auch für die Umsetzung der Ziele von EnergieSchweiz und der Gemeinde Fehraltorf verantwortlich. Damit dieses breite Aufgabengebiet abgedeckt werden kann, muss die Kommission aus den entspre­chenden Fachleuten gebildet werden. Die Energiekommission setzt sich künftig deshalb aus dem Werkvorstand (Vorsitz), dem Leiter Bau und Werke, der Leiterin Finanzen, zwei externen Mitgliedern, einem Vertreter der Schule und dem Energieberater zusam­men. Die Kommission kann bei Bedarf durch weitere Fachkräfte unterstützt werden. Diese personelle Zusammensetzung der Energiekommission soll die Zusammenarbeit mit den Ressorts Bau, Bildung, Gesundheit und Liegenschaften sicherstellen.
 
Entwässerungsplanung wird überarbeitet
 
Die Entwässerungsphilosophie hat sich seit der letzten Anpassung des Generellen Ent­wässerungsplans GEP im Jahre 1999 entscheidend geändert. Zudem sind seit dieser Zeit auch diverse neue Entwässerungsanlagen, Hochbauten und Ausbauten von Ver­kehrswegen ausgeführt worden. Deshalb ist eine Überarbeitung des GEP dringend nö­tig. Im Zusammenhang mit der Bearbeitung des Verbands-GEP (VGEP) des Zweckver­bandes ARA Fehraltorf-Russikon, welche gleichzeitig stattfindet, ist jetzt der beste Zeit­punkt für eine umfassende Überarbeitung, da die Resultate des VGEP ohne Verzögerung in die Entwässerungsplanung einfliessen können. Im Jahre 2008 wurde die öffentliche Kanalisation mit Kanal-TV neu aufgenommen. Diese Aufzeichnungen bilden die Basis für den zu aktualisierenden Zustandsplan der Kanalisation. Mit der Fertigstellung des Geo­informationssystems GIS, Fachbereich Entwässerung, ab März 2010 ist auch eine opti­male Plattform für den Da­tenaustausch vorhanden. Der Gemeinde Fehraltorf steht somit für die nächsten Jahre ein modernes, dem Stand der Technik entsprechendes Planungsinstrument zur Verfü­gung. Für das zu überarbeitende Entwässerungskonzept des GEP sollen im Wesentli­chen die Ziele einer möglichst geringen Vermischung von verschmutztem und unver­schmutztem Abwasser, die optimale Ausnutzung der Kapazi­tät der Abwasseranlagen und die Übernahme der Resultate des VGEP des Zweckver­bands ARA Fehraltorf-Rus­sikon erreicht werden. Der Gemeinderat bewilligte einen Kre­dit von Fr. 115'000.00, exkl. MwSt., für die Überarbeitung des Generellen Entwässe­rungsplanes GEP Fehraltorf. Der Auftrag wurde an das Ingenieurbüro Marti + Dietschweiler AG, Männedorf, erteilt.
 
Ferner hat der Gemeinderat…
 

Die baulichen Massnahmen an der Obermülistrasse und der Luppmenstrasse zeigen Wirkung
Der Gemeinderat Fehraltorf hat im Jahr 2009 die Obermülistrasse und die Luppmenstrasse sanieren lassen. Dabei wurden nicht nur die Trag- und Belagsschichten erneuert, sondern es wurden bauliche Massnahmen mit Fahrbahneinengungen realisiert. Es wurde damit das Ziel verfolgt, die Strassenabschnitte für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten. Auf die Einführung von Fahrbeschränkungen wurde verzichtet, um die hohe Erschliessungsqualität im Quartier zu erhalten.
Für die Beurteilung der gesteckten Ziele hat das Planungs- und Ingenieurbüro ewp AG Effretikon die Verkehrsmengen und die Fahrgeschwindigkeiten vor und nach den Sanierungen gemessen. Die durchgeführten Messungen belegen, dass die Fahrgeschwindigkeiten auf der Obermülistrasse von vorher 50 km/h mit der Umgestaltung auf neu 38 km/h gesenkt werden konnten. Ähnlich gut konnte die Fahrgeschwindigkeit auf der Luppmenstrasse von 49 km/h auf 45 km/h gesenkt werden.
Den Fussgängern auf der Obermülistrasse steht nach der Sanierung mehr Platz zur Verfügung, die gepflanzten Bäume erhöhen die gestalterische Strassenraumqualität und die Strassenquerungen sind durch die tieferen Fahrgeschwindigkeiten sicherer geworden. Das vom Gemeinderat Fehraltorf gesteckte Ziel einer Verkehrsberuhigung konnte mit der Umgestaltung nachweislich erreicht werden.
 

 
Fehraltorf, 19. Februar 2010
 
Marcel Wehrli
Gemeindeschreiber

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