We – Der Gemeinderat setzt eine Kommission für Energiefragen ein, welche unter anderem auch das Aktivitätenprogramm "Energiestadt" begleiten wird. Wegen verschiedener neuer Erkenntnisse und Rahmenbedingungen muss die Entwässerungsplanung überarbeitet werden.
Im Herbst 2008 hat der Gemeinderat entschieden, sich des Themas Energie stärker anzunehmen und die momentane Situation nicht nur punktuell, sondern umfassender zu prüfen. Dabei wurde auch festgelegt, dass dies mit den weit verbreiteten und gut erprobten Instrumenten des Labels "Energiestadt" geschehen sollte. Fehraltorf möchte mit dem Energiestadtlabel eine bewusste Energie-, Verkehrs- und Umweltpolitik in Gang setzen und die Bevölkerung für diese Themen stärker sensibilisieren. Die Gemeinde möchte das Label auch als wichtigen Punkt im Standortwettbewerb einsetzen. In Fehraltorf war und ist Energie immer wieder ein Thema. Einzelne Projekte, wie zum Beispiel Wärmebildaufnahmen von Häusern, wurden bereits realisiert. Mit der Bildung einer Energiekommission soll die Umsetzung der energiestadtrelevanten Themenkreise des gemeindeeigenen Leitbildes sowie die Förderung einer umweltschonenden Energie- und Wasserversorgung bzw. -nutzung gewährleistet werden. Ihre Aufgaben sind in erster Linie strategisch. Die Energiekommission ist aber auch für die Umsetzung der Ziele von EnergieSchweiz und der Gemeinde Fehraltorf verantwortlich. Damit dieses breite Aufgabengebiet abgedeckt werden kann, muss die Kommission aus den entsprechenden Fachleuten gebildet werden. Die Energiekommission setzt sich künftig deshalb aus dem Werkvorstand (Vorsitz), dem Leiter Bau und Werke, der Leiterin Finanzen, zwei externen Mitgliedern, einem Vertreter der Schule und dem Energieberater zusammen. Die Kommission kann bei Bedarf durch weitere Fachkräfte unterstützt werden. Diese personelle Zusammensetzung der Energiekommission soll die Zusammenarbeit mit den Ressorts Bau, Bildung, Gesundheit und Liegenschaften sicherstellen.
Entwässerungsplanung wird überarbeitet
Die Entwässerungsphilosophie hat sich seit der letzten Anpassung des Generellen Entwässerungsplans GEP im Jahre 1999 entscheidend geändert. Zudem sind seit dieser Zeit auch diverse neue Entwässerungsanlagen, Hochbauten und Ausbauten von Verkehrswegen ausgeführt worden. Deshalb ist eine Überarbeitung des GEP dringend nötig. Im Zusammenhang mit der Bearbeitung des Verbands-GEP (VGEP) des Zweckverbandes ARA Fehraltorf-Russikon, welche gleichzeitig stattfindet, ist jetzt der beste Zeitpunkt für eine umfassende Überarbeitung, da die Resultate des VGEP ohne Verzögerung in die Entwässerungsplanung einfliessen können. Im Jahre 2008 wurde die öffentliche Kanalisation mit Kanal-TV neu aufgenommen. Diese Aufzeichnungen bilden die Basis für den zu aktualisierenden Zustandsplan der Kanalisation. Mit der Fertigstellung des Geoinformationssystems GIS, Fachbereich Entwässerung, ab März 2010 ist auch eine optimale Plattform für den Datenaustausch vorhanden. Der Gemeinde Fehraltorf steht somit für die nächsten Jahre ein modernes, dem Stand der Technik entsprechendes Planungsinstrument zur Verfügung. Für das zu überarbeitende Entwässerungskonzept des GEP sollen im Wesentlichen die Ziele einer möglichst geringen Vermischung von verschmutztem und unverschmutztem Abwasser, die optimale Ausnutzung der Kapazität der Abwasseranlagen und die Übernahme der Resultate des VGEP des Zweckverbands ARA Fehraltorf-Russikon erreicht werden. Der Gemeinderat bewilligte einen Kredit von Fr. 115'000.00, exkl. MwSt., für die Überarbeitung des Generellen Entwässerungsplanes GEP Fehraltorf. Der Auftrag wurde an das Ingenieurbüro Marti + Dietschweiler AG, Männedorf, erteilt.
Ferner hat der Gemeinderat…
die Abrechnung für die Anschaffung von neuem Schulmobiliar genehmigt (Kredit und Abrechnung Fr. 45'139.90).
dem Alpenclub "im Gässli" die ortspolizeiliche Bewilligung zur Durchführung der Jubiläumswanderung vom Sonntag, 28. März 2010, erteilt.
den von der Direktion des Innern, Revisionsdienste, erstellten Revisionsbericht über den Geldverkehr genehmigt.
von der Kündigung des stellvertretenden Steuersekretärs Nicolas Thoma per Ende Juni 2010 Kenntnis genommen. Er verlässt die Gemeinde Fehraltorf, um im Herbst 2010 mit dem Studium an der Fachhochschule zu beginnen. Die Stelle wurde umgehend zur Wiederbesetzung ausgeschrieben. Die bisherige Mitarbeiterin Finanzen Sybille Eigenheer, wohnhaft in Fehraltorf, ergänzt per 1. April 2010 das Team der Schulverwaltung.
von der Geschwindigkeitskontrolle der Kantonspolizei vom 16. Januar 2010, 08.30 bis 10.30 Uhr, an der Kempttalstrasse Kenntnis genommen (signalisierte Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h; Anzahl Fahrzeuge: 500; Anzahl Übertretungen: 133; gemessene Höchstgeschwindigkeit: 77 km/h).
Die baulichen Massnahmen an der Obermülistrasse und der Luppmenstrasse zeigen Wirkung
Der Gemeinderat Fehraltorf hat im Jahr 2009 die Obermülistrasse und die Luppmenstrasse sanieren lassen. Dabei wurden nicht nur die Trag- und Belagsschichten erneuert, sondern es wurden bauliche Massnahmen mit Fahrbahneinengungen realisiert. Es wurde damit das Ziel verfolgt, die Strassenabschnitte für alle Verkehrsteilnehmer sicherer zu gestalten. Auf die Einführung von Fahrbeschränkungen wurde verzichtet, um die hohe Erschliessungsqualität im Quartier zu erhalten.
Für die Beurteilung der gesteckten Ziele hat das Planungs- und Ingenieurbüro ewp AG Effretikon die Verkehrsmengen und die Fahrgeschwindigkeiten vor und nach den Sanierungen gemessen. Die durchgeführten Messungen belegen, dass die Fahrgeschwindigkeiten auf der Obermülistrasse von vorher 50 km/h mit der Umgestaltung auf neu 38 km/h gesenkt werden konnten. Ähnlich gut konnte die Fahrgeschwindigkeit auf der Luppmenstrasse von 49 km/h auf 45 km/h gesenkt werden.
Den Fussgängern auf der Obermülistrasse steht nach der Sanierung mehr Platz zur Verfügung, die gepflanzten Bäume erhöhen die gestalterische Strassenraumqualität und die Strassenquerungen sind durch die tieferen Fahrgeschwindigkeiten sicherer geworden. Das vom Gemeinderat Fehraltorf gesteckte Ziel einer Verkehrsberuhigung konnte mit der Umgestaltung nachweislich erreicht werden.