Haus- und Dachbalkensprüche
Der Zimmerspruch, so hiessen früher die vom Zimmermann zur Aufrichte gesprochenen Worte, wurde meist von einem Schriftenkundigen auf der Flugpfette verewigt.
In Fehraltorf kann der aufmerksame Betrachter Ueberreste dieser bis ins 17. Jahrhundert zurückreichenden bäuerlichen Volkskunst entdecken. Auch in den Weilern Wermatswil und Freudwil sind sehr schöne Beispiele zu finden.
Ein 15m langer, pächtiger Balken aus Mesikon befindet sich heute im Primarschulhaus. In gotischer Frakturschrift steht zu lesen:
Das Haus Staht in Gottes Hand. Gott behüte es Vor Feur, Wasser und Brand. Und auch unser liebes Vatterland. Der es hat Lassen Bauen: Felix Jucker war sein Nam. Zimbermeister war Casper Würgler von Kilch Uster. Und war aufgerichtet den 8. tag Brochmonat 1748
Kempttalstrasse 1O Herr durch deine gnad und güette | Usterstr. 3/Hintergasse 18Wer Gott Vertrouwtt hatt wollbeboutt | |
Zürcherstr. 56 (Rüti)…Vor Unglück und vor schaden | Zürcherstr. 64 (Rüti)O Herr Gott Thun auch der Bau bewahren, | |
Sennhüttenweg 6Uns Menschen Zgut ist gmacht das Hauss | Sennhüttenweg 8(noch im Dachstock eingebaut): |




