Medienmitteilung vom 22. Januar 2010

Unbefriedigender Entwurf zur kantonalen Siedlungsplanung

 
Der Gemeinderat verlangt vom Kanton weiterhin Entwicklungsmöglichkeiten im Siedlungs- und Industriegebiet. Die Spitex Fehraltorf möchte mit der Spitexorganisation Pfäffikon fusionieren. Das "Café International" soll zur besseren Integration von Ausländern beitragen; die Pilotphase beginnt im nächsten Frühling.
 
Die Gemeinde Fehraltorf wurde eingeladen, zur Revision des kantonalen Siedlungsplans Stellung zu nehmen. Dieser kantonale Richtplan dient als Füh­rungs- und Planungsinstrument für die nächsten 15 bis 20 Jahre. Bereits 2007 wurde die Gemeinde beim Kanton vorstellig, um entsprechende Richtplaneinträge für die Nordumfahrung sowie eine Er­weiterung des Siedlungsgebietes (Chatzenrainli) und des Industriegebietes (Walchiwies) zu erwirken. Der zur Vernehmlassung vorgelegte kantonale Siedlungsplan zeigt, dass der Kanton sämtliche vom Gemeinderat gemachten Eingaben nicht berücksichtigt hat. Fehraltorf verfügt nebst einem hohen Bevölkerungswachstum und einer überdurch­schnitt­lich hohen Anzahl an Arbeitsplätzen auch über ein äusserst attraktives In­dustriege­biet. Das von der "Weltwoche" durchgeführte Rating weist Fehraltorf mit Rang 33 als führende Gemeinde in der Planungsregion Zürcher Oberland (PZO) aus. Es sollte deshalb auch im regionalen Interesse liegen, dass sich Fehraltorf weiterhin entwickeln kann. Bereits im Entwurf des Siedlungsplanes muss auf eine Abstimmung der Verkehrsführung geachtet werden. Aus diesem Grund ist auch die Nordumfahrung bereits hier zu berücksichtigen. Dieses Projekt sollte zudem auf das Umfahrungsvorhaben der Gemeinde Pfäffikon abgestimmt werden. In seiner Vernehmlassung zum kantonalen Siedlungsplan verlangt der Gemeinderat vom Kanton, diese Anliegen zu berücksichtigen.
Neue Spitex-Lösung für Fehraltorf
 
Auf Antrag des Gemeinderates genehmigte die Gemeindever­sammlung am 12. Juni 1995 die Aufgabenübertragung der spitalexternen Kran­ken- und Gesundheitspflege an den neu gegründeten Spitexverein Fehraltorf per 1. Januar 1996. Die Leistungsverein­barung zwischen der Politischen Gemeinde und dem Spitexverein wurde ebenfalls ge­nehmigt. Die Politische Gemeinde übernimmt, gestützt auf das kantonale Spitex-Finan­zierungs­modell, im Rahmen dieser Vereinbarung bis maximal 60% des jährlichen Brutto­aufwandes und beansprucht hierfür den entsprechenden Staatsbeitrag. Der Ge­meindebeitrag belief sich im Jahr 2008 auf Fr. 225'600.00, für das Jahr 2009 sind Kos­ten von Fr. 260'000.00 budgetiert. Am 18. November 2008 fällte der Gemeinderat auf Ersuchen des Spitexvereins den Grundsatzentscheid, dass aufgrund der gestiegenen kantonalen Vorgaben im Spitexbereich eine Fusion mit der Spitex Pfäffikon zu prüfen sei. In der Zwischenzeit haben diverse Sitzungen der Arbeitsgruppe Spitex, bestehend aus der Präsidentin des Spitexvereins, Margrit Landolt, dem Kassier, Urs Gasser, und Gemein­derat Anton Muff, mit den Delegierten der Gemeinde Pfäffikon stattgefunden. Die Fusion wird von beiden Seiten angestrebt, und zur Konkretisierung wird ein Über­tragungsver­trag zwischen der Gemeinde Fehraltorf und der Spitex Pfäffikon ausge­arbeitet. Die Leistungsvereinbarung zwischen der Politischen Gemeinde und der Spitex Fehraltorf muss aufgelöst und neu mit der Stiftung Sophie Guyer, Pfäffikon, abge­schlossen wer­den. Der Gemeinderat stimmt der Auflösung der Leistungsvereinbarung vom 31. Januar 1995 zwischen der Politischen Gemeinde und der Spitex Fehraltorf un­ter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Gemeindeversammlung zu. Der Arbeits­gruppe Spitex wurde der Auftrag erteilt, zuhanden der Gemeindeversammlung mit der Stiftung So­phie Guyer, Pfäffikon, eine neue Leistungsvereinbarung auszuarbeiten, damit diese ebenfalls der Gemeindeversammlung vorgelegt werden kann.
Pilotphase für "Café International"
 
In Fehraltorf leben zahlreiche Familien mit Migrationshintergrund. Immer wieder kommt es vor, dass diese Eltern von der Schule schwer erreicht werden können, da sie selten an Schulanlässen oder an Elterngesprächen teilnehmen. Oft haben Kinder aus solchen Familien in der Schule Lernschwierigkeiten oder fallen wegen unangebrachten Sozialverhaltens auf. Zur erfolgreichen Integration gehören einerseits das sichere Beherrschen der deutschen Sprache und andererseits die Vertrautheit, mit hiesigen Sitten und Gebräuchen umzugehen, bzw. das Verständnis der ansässigen Kultur. In Fehr­altorf nehmen gravierende Probleme durch Menschen mit Migrationshintergrund zum Glück nicht überhand und sind eher die Ausnahme. Der Blick auf andere Gemeinden zeigt jedoch, dass dieses Thema nicht vernachlässigt werden sollte, da dieser Trend klar zunimmt. Fehraltorf bietet einen Deutschkurs für Mütter an, bei welchem die Kinder sepa­rat betreut werden; dieses Angebot wird rege genutzt. Als weiterer Schritt ver­schafft das Pilotprojekt "Café International" die Möglichkeit, die Deutschkennt­nisse anzuwenden und aus der häuslichen Isolation herauszukom­men sowie sich in Fehraltorf besser zu integrieren. Der Gemeinderat bewilligt für die Pilotphase des "Café International" einen Kredit von Fr. 4'110.00.
 
Ferner hat der Gemeinderat…
 
Fehraltorf, 22. Januar 2010
 
Marcel Wehrli
Gemeindeschreiber

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